Unfall bei Waldarbeiten in der Nähe eines Brandes
Die diesjährige Großübung aller Kirtorfer Feuerwehren fand am Samstagnachmittag in Heimertshausen statt. Rund 95 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DRK probten dabei den Ernstfall. Durch einen Waldbrand in Aufregung versetzt, verunfallten zwei Waldarbeiter mit einem Kipper.
Bei dem Übungsszenario waren die beiden unter einem Polter von Baumstämmen eingeklemmt. Zur Rettung setzten Feuerwehrleute aus Heimertshausen und Kirtorf schwere Rettungsgeräte ein, darunter Kettensäge, Greifzug und hydraulischer Spreizer. Da die Unfallstelle inmitten eines Waldstücks an der Angenröder Straße lag, mussten die Geräte über weite und unwegsame Strecken per Hand transportiert werden. Gleichzeitig musste der Waldbrand bekämpft werden.
Während des Übungsgeschehens kam noch ein weiterer Waldbrand, der ein paar Kilometer entfernt lag, dazu. Wie Stadtbrandinspektor Heino Becker informierte, wurden zur Bewältigung zwei Abschnitte eingerichtet. Der erste Waldbrand war in der Nähe des Forstunfalls lokalisiert, er wurde von Feuerwehrleuten aus Arnshain, Lehrbach, Ober-Gleen und Kirtorf mit einem umfangreichen Löschangriff bekämpft. Das nötige Löschwasser wurde mit Tragkraftspritzen aus dem Heiligenteichbach gepumpt.
Der zweite Waldbrand war im Bereich des Heimertshäuser Waschteiches lokalisiert, der von den Feuerwehrleuten zugleich als Entnahmestelle für das Löschwasser diente. Dort war der sogenannte Löschzug 10 des Vogelsbergkreises eingesetzt, dem Kirtorfer Katastrophenschutzzug. Er setzt sich aus einem Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8 aus Arnshain, dem Tragkraftspritzenfahrzeugen aus Gleimenhain sowie einem Mannschaftstransportwagen aus Ober-Gleen zusammen. Unter der Leitung des Vizestadtbrandinspektor Julian Schneider verlegten die Übungsteilnehmer Hunderte Meter Schlauchstrecken durch den Wald.
Am Gerätehaus der Feuerwehr in Heimertshausen wurde vom DRK ein Verbandsplatz errichtet, um die „Verletzten“ zu behandeln. Ein Augenmerk der Übung lag auf der Versorgung von Feuerwehrleuten, die sich im Einsatz verletzen. So wurden bei dem groß angelegten Training gleich drei Notfälle simuliert, zu denen ein umgeknickter Fuß, ein Splitter im Auge und eine Rauchgasvergiftung zählten. So waren die Kenntnisse der Ersten Hilfe der Feuerwehrleute ebenfalls gefragt. Das DRK waren von den Ortsvereinen aus Kirtorf, Alsfeld und Homberg angerückt.

Wenn man genau hin sieht... ... der Finger ist ab!







Die Einsatzleitung hatte alle Hände voll zu tun, da sowohl Digital als auch Analog gefunkt wurde


Gute Dienste leistete der neue 4-59



